Monatsrückblick Januar 2024 – viel Ruhe?!

In diesem ersten Monat des Jahres 2024 durfte ich mein Motto für das gesamte Jahr erstmal auf die Probe stellen. Somit gab es wieder viel zu lernen und den Fokus auf die Dinge zu legen, die mir wichtig sind.

Gesundheit

Wie bereits erwähnt, wurde mein Motto: „Zwischen Vollgas und Ruhe finde ich Ballons!“ auf die Probe gestellt. Ich hatte wirklich Vollgas gegeben. Hoch motiviert, jede Woche zu Bloggen und andere Ziele zu erreichen, habe ich mich jeden Abend nach meiner Haupttätigkeit hingesetzt und Stunden täglich schöne und weniger schöne Dinge gemacht, die ich fertigstellen wollte. Und besonders, wenn etwas nicht so funktioniert, wie ich mir das vorstelle, noch dazu Unmengen meiner Zeit frisst und dann immer noch keine Lösung in Sicht ist, stresst mich das. Es fühlte sich etwas wir Arbeit an. Selbst am Wochenende kam ich nicht zur Ruhe.

Wie musste es also kommen? Es fing mit Halsschmerzen an. So kündigt sich bei mir normalerweise eine Erkältung an. Doch durch viel Schlaf und Tee konnte sie abgewendet werden. Das hatte ich seit Dezember schon mehrmals und war stolz, die Erkältung abgewendet zu haben. Aber war das so gut? Eine Krankheit soll man ja schließlich nicht übergehen. Funktionieren und funktionieren, nur, um die eigenen Ziele zu erreichen? Ohne Ruhe? Wo bleibt da die groß im Jahresmotto angekündigte Balance?

Dann kamen die Bauchschmerzen. Wenn man nicht auf den Körper hört, wird er lauter. Die Bauchschmerzen kamen mehrmals pro Woche und ich konnte nicht genau sagen, woher sie kamen. Nach dem Mittag- oder Abendessen fing es an. Aber was habe ich denn Schlimmes gegessen? Nudeln mit Pesto – was ist daran soo schlecht? Ein Gang zum Arzt in der dritten Woche der Beschwerden zeigte, dass ich höchstwahrscheinlich eine Magenschleimhautentzündung habe.

Schlechtes Bauchgefühl

Und nun? Da ich kein Fan von Medikamenten bin und lieber dem Körper helfe, sich selbst zu heilen, erklärten mir mein Arzt und das Internet Folgendes:

Hilfreich

  • Tee (Brennnessel, Kamille, Grüner, Basischer)
  • Grundsätzlich warme Getränke, warmes Wasser
  • nach dem Essen aufrecht sitzen; nicht liegen
  • Joghurt, Kefir
  • Sauerkraut
  • Knoblauch
  • Entspannung, Ruhe

Kontraproduktiv

  • stark gewürztes Essen
  • viel Fett, frittierte Lebensmittel
  • viel Zucker
  • Stress
  • Alkohol, Rauchen
  • Fleischprodukte
  • entzündungshemmende Medikamente
  • kohlensäurehaltige Getränke

Tatsächlich hatte ich in letzter Zeit viel Süßes gegessen – die Weihnachtssüßigkeiten sollten ja schließlich fort (das war sogar ein Punkt aus meiner To-Want-Liste). Aber Alkohol trinke ich sowieso kaum und ich rauche auch nicht und esse kein Fleisch. Ich denke, dass ich einfach zu viel gemacht habe und dadurch zu viel Stress hatte. Dies ist für mich der Hauptauslöser für die Magenschleimhautentzündung. Verstärkt wurde dies durch ein zu viel an Süßem.
Wie es weiter ging: Durch die Diagnose wusste ich nun, wie ich mit den Bauchschmerzen umgehen sollte und fühle mich seitdem selbstwirksam. Auch wenn es schwer für mich war (ich bin ein altes Süßmaul), machte ich von nun an einen großen Bogen um die Süßigkeiten und bestimmte Speisen.

Die Suche nach Entspannung und Ruhe

Die Entzündung zeigte mir, dass ich langsam machen muss, wenn ich gesund bleiben möchte und einen Ausgleich brauche. Ich hatte in meiner Abendroutine aber schon die Produktivität als festen Bestandteil etabliert, dass es mir schwer fiel, etwas zu finden, was mir Ruhe brachte und wo ich entspannen konnte.

Zunächst habe ich geschaut, dass ich weiterhin viel schlafe. Und ich habe gepuzzelt und dabei entspannende Musik gehört. Ich habe eine Playlist entdeckt, die meinem Geschmack entspricht und mit Freude die Küche geputzt. Ja wirklich – mit der richtigen Musik auf den Ohren fällt mir sowas leichter. Statt Aufgaben auf den Abend zu verschieben, bei denen ich am Ende frustriert bin, habe ich eine Woche lang täglich abends das Geschirr gespült. Ob das so gut war, wird sich zeigen. Auch, wenn sich das vielleicht dumm liest – es hat mir morgens sehr viel Lebensqualität gegeben, in einer aufgeräumten Küche zu frühstücken.
Eigentlich wollte ich auch mehr lesen… so viel wurde es dann doch nicht. Immerhin habe ich ein kleines Buch gelesen. Und ich habe ein basisches Bad genommen. Danach fühlte ich mich wie neu geboren!

Badewanne
Das Wasser ist nicht dreckig; da ist ein basischer Badezusatz drin!


Was bringt sonst noch Ruhe in mein Leben? Die Langeweile! Manchmal rufe ich mir nun in Erinnerung, dass es Tage gibt, an denen ich alles gut sein lassen kann – einfach ich sein und keine Verpflichtungen habe. Ein richtiger Aha-Moment war für mich, als ich mich gefragt habe, worauf ich wirklich Lust habe. Eigentlich ist es schon wieder fast traurig, dass ich das ganz vergessen habe. Ich habe mir sonst immer etwas gesucht, was ich tun kann, mir diese Frage aber schon lange nicht mehr gestellt – vielleicht sogar das letzte Mal als Kind. Nun blockiere ich mir feste Tage und Zeiträume, an denen ich mir diese Frage stelle. Und ich habe am Tag, als ich diesen Beitrag geschrieben habe, auch noch eine kleine Meditation durchgeführt. Sehr entspannend!

Es ist noch etwas ein Auf und Ab und ein Ausbalancieren, aber deshalb ist es ja auch mein Jahresmotto geworden! Ich hoffe, ich konnte dir einige Impulse bieten, die hilfreich für dich sind!

Strukturen

Auf der anderen Seite habe ich nochmal deutlich gemerkt, wie Strukturen und Routinen unser Leben vereinfachen können. Wie das Zähneputzen: Am Anfang mussten wir uns noch daran gewöhnen, täglich Zähne zu putzen, aber heute läuft das automatisch ab, sodass wir es einfach machen, ohne darüber nachzudenken. So habe ich auch meine Küchenroutine nach dem Fly-Lady-Prinzip wieder aufgenommen.

Und ich habe mich aber auch daran gewöhnt, mit nur kleinen Pausen gefühlt durchzuarbeiten. Es gibt also auch negative Aspekte. Ein weiterer negativer Punkt ist, dass wir uns auch gefangen fühlen können, wenn wir nur noch nach Routinen leben und es keinen Raum für Spontanität gibt. Mir bieten diese Routinen grundsätzlich erst einmal Struktur. Wenn die Küche aufgeräumt ist, bin ich motivierter, meine Rohkost vorzubereiten und wenn mein Schreibtisch aufgeräumt ist, fällt das arbeiten dort leichter. Wenn ich aber das Gefühl habe, dass ich nur noch funktioniere und stumpf meine Strukturen abarbeite oder mein Körper sich sogar meldet, wird es Zeit, die Strukturen wieder ein Stück weit aufzubrechen. Manchmal schlafen solche Routinen auch von selbst ein. Das finde ich gar nicht schlimm, denn das gibt uns die Möglichkeit, bewusst darüber nachzudenken, was wir wollen und wie wir unseren Alltag gestalten wollen. Also wieder was gelernt! 😀

Wo sind die Ballons?

Zu feiern war, dass ich – wie oben bereits beschrieben – auf meinen Körper gehört habe, bevor er mich anbrüllen musste.
Ansonsten gab es zwei Geburtstage: Nach dem Geburtstag meiner Cousine durfte ich Ballons mitnehmen, die jetzt an meiner Wand hängen. Und auf dem Geburtstag einer lieben Freundin, die sich super viel Mühe für ihre Feier gegeben hat, haben wir selbst Schmuck gemacht (es war unerwartet entspannend – kann ich nur empfehlen!) und ich durfte einen veganen Kuchen zum auch sonst sehr leckeren Buffet beisteuern. Für den Kuchen habe ich sogar Lob bekommen, weil er sehr fluffig geworden ist. Diesen Kuchen wird es nächsten Mittwoch im Dorfcafé Wackernheim auch geben. Mal sehen, wie er ankommt. Ich bin ja keine Koch- oder Backexpertin, aber wenn mir dann mal was gut gelingt, bin ich stolz! 🙂

Was im Januar 2024 sonst noch los war

  • Neujahr
    Das neue Jahr sah auch ich als Neuanfang. Wer meine Beiträge regelmäßig liest, weiß, dass ich sogar ein Visionboard erstellt habe. Langsam wird es wirklich Zeit, dass ich es aufhänge(n lasse) 🙂
Danielle Berg
Visionboard – Meine Ziele für 2024! Im Rahmen der Visionenwerkstatt von Danielle Berg gestaltet!
  • Laptoptasche
    Ich möchte in meinem Leben den Grundsatz etablieren „weniger ist mehr“. Daher bin ich kein Fan davon, sich vieles zu kaufen. An der einen oder anderen Stelle macht es aber Sinn; besonders wenn es Zeit spart oder das Leben anders erleichtert. Ich habe den Laptop, mit dem ich arbeite tatsächlich in einer Stoff-Einkauftüte mit mir herum getragen. Die neue Laptoptasche macht wirklich einen Unterschied. Nicht nur ist der Laptop schön gepolstert, es ist auch alles beisammen und die Tasche gefällt mir auch vom Stil her! Oft sind es wirklich die kleinen Dinge im Leben.
  • Sozialraumanalyse
    Eine liebe Freundin hat sich für ein Vorstellungsgespräch so vorbereitet, dass sie einen ganzen Sozialraum analysiert hat. Dabei habe ich sie begleitet. Nachdem wir in den nun kalten Temperaturen herumgelaufen sind, haben wir uns in einem Café belohnt. Das hätte so nicht geklappt, hätten wir es anders herum gemacht 😉
Die Systemikerin
  • Erster Schnee
    Beim ersten Schnee für dieses Jahr ließen wir es uns natürlich nicht nehmen, einen Spaziergang zu machen. Mir gefiel besonders das Rot der Hagebutten in der sonst strahlend weißen Landschaft! Es folgen kleine Eindrücke:
  • noch ein Spaziergang
    Ich bin froh, diesen Monat bereits öfter in der Natur oder generell herumgelaufen zu sein. Besonders in ersterer kann ich super auftanken! Interessant fand ich die weißen Gebilde an den Ästen. So etwas ist mir vorher noch nie aufgefallen. Wie das wohl entsteht?

Was ich im Januar 2024 verbloggt habe

Ausblick auf den Februar 2024

  • Workshop „Leben, Tod und Sterben“, Teil 2
  • Fastnacht (sagt man hier) und Karneval (sagt man in meiner Heimat) feiern!
  • Mir selbst mehr Pausen gönnen und die Wochen nicht so vollplanen (neben der Arbeit max. 2 Termine pro Tag)
  • viele neue Blogartikel
  • Noch mehr Haken hinter den Punkten meiner To-Want-Liste setzen! 🙂
  • Mein Auto über den TÜV bringen

Wie war dein Januar 2024? Welche Überraschungen steckten für dich in ihm?
Lass es mich gerne in einem Kommentar wissen 🙂


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